Craps Online in Österreich: Wo das Spiel erlaubt ist und was es wirklich kostet
Craps ist in Österreich auf eine einzige Plattform beschränkt, die legal an Echtgeld-Spieler vermittelt wird. Das ist die ehrliche Ausgangslage. Wer den Begriff „beste Craps Online Casinos Österreich“ sucht, stößt auf eine Marktstruktur, die mit der in Deutschland, Malta oder Gibraltar nicht zu vergleichen ist. Die folgende Analyse zeigt, warum die Auswahl so schmal ausfällt, was win2day tatsächlich anbietet, welche Regeln für den Spieler gelten, und welche Konsequenzen ein Spiel bei einem nicht konzessionierten Anbieter hat.

30 September 2026 – Verifiziert gegen die Konzessionsregister des BMF, den OGH und die Curia Europaea.
Das Spiel Craps und seine Spielauswahl im österreichischen Online-Markt
Craps gehört zu den traditionsreichsten Würfelspielen überhaupt. In den USA entwickelte sich das Spiel aus dem europäischen Hazard, das Bernard de Mandeville 1813 als vereinfachte Version nach New Orleans brachte. John H. Winn führte um 1907 das „Don’t Pass“-Wettfeld ein und schuf damit die Grundlage für das Craps, wie es heute in Spielbanken und Online-Casinos gespielt wird. Der Name „Craps“ selbst geht auf das englische Wort „crabs“ zurück, mit dem die Verlustzahlen im älteren Hazard bezeichnet wurden.

Das Grundprinzip von Craps lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen: Der Shooter wirft zwei rote, durchsichtige Würfel mit scharfen Kanten und großen weißen Augen. Zeigt der erste Wurf eine 7 oder 11, gewinnt der Shooter sofort (das sogenannte „Natural“). Eine 2, 3 oder 12 bedeutet sofortiger Verlust („Crap“). Jede andere Augensumme – 4, 5, 6, 8, 9 oder 10 – wird zum „Point“, den der Shooter vor einer 7 erneut treffen muss, um zu gewinnen.
Die Sieben fällt bei zwei Würfeln mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 16,67 Prozent und ist damit das häufigste Ergebnis; die Augensummen 2 und 12 sind mit je rund 2,78 Prozent am seltensten. Aus dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung ergeben sich die Quoten, mit denen Casinos ihre Wetten bewerten.
Welche Wetten Craps kennt und was sie den Spieler kosten
Die Pass-Wette, die bekannteste Craps-Wette, zahlt 1:1 aus und hat einen Hausvorteil von 1,41 Prozent. Die Don’t-Pass-Wette liegt bei etwa 1,36 bis 1,40 Prozent, je nach Quelle. Beide Zahlen bewegen sich am unteren Rand dessen, was ein Casino anbieten kann.
Daneben existieren Odds-Wetten, die direkt hinter den Point gesetzt werden und keinen Hausvorteil auftragen. Auf den Point 4 oder 10 zahlen sie 2:1, auf 5 oder 9 zahlen sie 3:2, auf 6 oder 8 zahlen sie 6:5. Sie sind die einzigen Wetten, bei denen das Casino langfristig weder gewinnt noch verliert – der Spieler erhält lediglich keinen Vorteil.
Wer höhere Quoten sucht, zahlt dafür mit einem höheren Hausvorteil. Die Place-Wette auf 6 oder 8 zahlt 7:6 und hat einen Hausvorteil von 1,52 Prozent; auf 5 oder 9 liegt der Hausvorteil bei 4,00 Prozent. Die Any-Seven-Wette, die auf eine Sieben als nächstes Ergebnis setzt, zahlt 4:1 aus, hat aber mit 16,67 Prozent den höchsten Hausvorteil aller gängigen Craps-Wetten. Wer diese Wette abschließt, spielt gegen das wahrscheinlichste Ergebnis mit einer Auszahlung, die das Risiko nicht annähernd abdeckt.
Die Kunst besteht darin, die niedrigen Hausvorteile der Pass- und Don’t-Pass-Wetten mit Odds-Wetten zu kombinieren und die teureren Nebenwetten zu vermeiden. Ein Spieler, der nur die Pass-Wette und Odds-Wetten spielt, kann den effektiven Hausvorteil auf unter ein Prozent drücken.
Warum die Spielauswahl so schmal ist
Wer in Österreich Craps online spielen will, hat keine breite Auswahl. Die Plattform win2day, betrieben von der Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44 in Wien, hält die einzige Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a des Glücksspielgesetzes. Diese Konzession läuft bis 30. September 2027.
Die Konzession deckt das Angebot ab, das win2day auf win2day anbietet. Ob das Craps im Spielportfolio von win2day als eigenständiges Spiel verfügbar ist, lässt sich aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig beantworten. Wer sicher Craps online spielen will, sollte das aktuelle Spielportfolio direkt auf win2day prüfen.
Alle anderen Online-Casinos, die in Österreich Spieler aufnehmen, tun dies ohne österreichische Konzession. Dazu gehören Malta-lizenzierte Anbieter wie LeoVegas, Tipico, Betway und Mr Green sowie Offshore-Marken wie bet365, Lottoland und bet-at-home. Diese Anbieter sind in Österreich nicht für Online-Glücksspiele zugelassen – ein zentraler Punkt, der rechtliche Konsequenzen nach sich zieht, wie der folgende Abschnitt zeigt.
Die Rechtslage für Online-Craps in Österreich
Die Rechtslage für Online-Glücksspiele in Österreich wird durch das Glücksspielgesetz (GSpG) bestimmt. Aufsichtsbehörde ist das Bundesministerium für Finanzen. Für Online-Casino-Spiele gilt ein staatliches Monopol: Die Konzession für „elektronische Lotterien“ nach § 12a GSpG hält ausschließlich die Österreichische Lotterien Gesellschaft über win2day. Die Konzession für landbasierte Spielbanken liegt bei der Casinos Austria AG. Beide Konzessionen sind befristet; die win2day-Konzession läuft bis 30. September 2027.

Seit 2020 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in einer Reihe von Entscheidungen klargestellt, dass Spielverträge mit nicht konzessionierten Online-Glücksspielanbietern nichtig sind. Der bekannteste Fall datiert auf den 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p): Ein Kläger erhielt rund eine Million Euro Verlust von einem ausländischen Online-Casino zurück, weil in Österreich ausschließlich win2day über eine gültige Lizenz für Internet-Glücksspiel verfügt. In einem weiteren Verfahren entschied der OGH am 25. Juni 2021, dass eine Frau aus dem Burgenland rund 73.000 Euro Spielverluste von ElectraWorks (hinter der Marke bwin, Sitz Gibraltar) zurückerhielt.
Auch der Europäische Gerichtshof hat sich geäußert. Am 13. April 2022 wurde eine Verurteilung von Mr Green rechtskräftig, nachdem das Berufungsverfahren erfolglos blieb. Im Verfahren Curia Europaea, Rechtssache C-198/24, wurde die Rechtslage erneut bestätigt. Die Entscheidung des CJEU in der Rechtssache C-77/24 (Wunner) vom 15. Januar 2026 stellt klar, dass das Recht des Wohnsitzstaates des Spielers anwendbar bleibt – selbst wenn der Anbieter in einem anderen EU-Mitgliedstaat lizenziert ist.
Die praktische Konsequenz: Wer bei einem ausländischen Online-Casino spielt, das keine österreichische Konzession hat, geht ein erhebliches Risiko ein. Das Spielvertragsverhältnis ist nichtig. Der Spieler kann seine Verluste zurückfordern, weil der Vertrag von Anfang an unwirksam war – aber auch der Anbieter kann im Grundsatz ausgezahlte Gewinne zurückfordern, weil auch die Gewinnauszahlung auf einem nichtigen Vertrag beruht. Die Unsicherheit betrifft beide Richtungen.
Was die geplante Reform des Glücksspielgesetzes ändern würde
Am 4. August 2026 wurde der Gesetzesentwurf zur Novelle des Glücksspielgesetzes der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt. Danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist – das Parlament kann den Entwurf erst nach Ablauf dieser Frist beschließen.
Der Entwurf sieht eine unabhängige Aufsichtsbehörde und offene Fünf-Jahres-Lizenzen für Online-Glücksspiele ab dem 1. Oktober 2027 vor. Damit würde das aktuelle Monopol auf win2day abgelöst. Der Entwurf ist noch nicht Gesetz; bis zu einer parlamentarischen Beschlussfassung kann sich der Text ändern oder das Verfahren scheitern.
Für Spieler, die jetzt eine Craps-Plattform suchen, ändert der Entwurf nichts: Bis zu einer Beschlussfassung und dem Inkrafttreten gilt das geltende Recht mit dem Monopol der Österreichischen Lotterien.
Welche Limits und Schutzregeln für Spieler gelten
Das österreichische Recht schreibt keinen festen Einzahlungs- oder Einsatzhöchstbetrag für Online-Glücksspiele vor. Limits werden vom Anbieter festgelegt. win2day verlangt von jedem Spieler die Festlegung eines Einzahlungslimits und einer täglichen Spielzeitbegrenzung, bevor das Spiel aufgenommen werden kann. Die genauen Höhen dieser Limits sind aus den verfügbaren Quellen nicht beziffert; sie orientieren sich aber an einem Standardrahmen, den die Österreichische Lotterien für ihre Plattform definiert hat.
Zusätzlich bietet win2day die Möglichkeit zur „Spielpause“ (einer vorübergehenden Sperre) und zur „Selbstsperre“ (einem dauerhaften Ausschluss vom Spiel). Die Spielsuchthilfe bietet unter der Nummer (01) 544 13 57 telefonische Beratung von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr; persönliche Termine sind von Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich.
Eine österreichweite Selbstsperre- oder Sperreinsichtsdatenbank existiert im geltenden Recht nicht. Der Gesetzesentwurf zur GSpG-Novelle sieht eine solche Datenbank vor. Bis zu einer Beschlussfassung und dem Inkrafttreten gilt: Wer bei einem nicht konzessionierten Anbieter spielt, hat keinen Zugriff auf die österreichischen Schutzinstrumente.
Werbung, Boni und Steuerfragen
Werbung für Glücksspiele unterlieg in Österreich einem „verantwortungsvollen Maßstab“ nach § 56 GSpG. Für konzessionierte Anbieter bedeutet das Einschränkungen bei der Werbung; für nicht konzessionierte Anbieter gilt: Werbung für unlizenziertes Glücksspiel ist verboten. Es gibt keine zahlenmäßige Obergrenze für Boni, die ein konzessionierter Anbieter anbieten darf – die Beschränkung liegt im Maßstab, nicht im Betrag.
Bei der Besteuerung gilt: Gewinne aus Glücksspielen sind für private Spieler in Österreich grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig. Wer jedoch als professioneller Spieler einzustufen ist (etwa bei dauerhafter, planmäßiger Gewinnerzielung), kann mit Einkünften aus Gewerbebetrieb besteuert werden. Die Glücksspielabgabe, die Anbieter an den Staat entrichten, ist keine Spielersteuer. Für die persönliche steuerliche Einordnung gilt: Im Zweifelsfall einen Steuerberater fragen.
Spielerschutz und verantwortungsvolles Spielen
Spielerschutz ist in Österreich nicht nur ein Werbeversprechen, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Die Stabsstelle für Spielerschutz im Bundesministerium für Finanzen ist nach § 1 Abs. 4 GSpG mit der Koordination des Spielerschutzes betraut. Der verantwortungsvolle Maßstab nach § 56 GSpG verpflichtet konzessionierte Anbieter, Werbung so zu gestalten, dass sie nicht zur Spielsucht verleitet.
Für Spieler sind drei Schutzinstrumente relevant: das Einzahlungslimit, die Spielpause und die Selbstsperre. Das Einzahlungslimit ist bei win2day verpflichtend vor Spielbeginn festzulegen. Die Spielpause ist eine zeitlich begrenzte Sperre, die der Spieler selbst aktivieren kann. Die Selbstsperre ist ein dauerhafter Ausschluss, der nur unter erschwerten Voraussetzungen wieder aufgehoben werden kann.
Wer Anzeichen von Spielsucht bei sich selbst oder bei Angehörigen bemerkt, sollte sich an die Szersuchthilfe wenden. Die telefonische Beratung unter (01) 544 13 57 ist von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr erreichbar; persönliche Termine sind von Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Die Beratung ist anonym und kostenlos.
Diese Schutzinstrumente greifen nur bei konzessionierten Anbietern. Wer bei einem nicht konzessionierten Online-Casino spielt, hat weder Zugriff auf das Einzahlungslimit der österreichischen Plattform noch auf die Selbstsperre oder die Spielpause. Der Schutz endet an der Landesgrenze des Anbieters.
Was Verlust und Zeit kosten – die Rechnung für den Spieler
Die Frage, was ein Spieler bei win2day maximal an Verlust tragen kann, hängt vom selbst gesetzten Einzahlungslimit und der Spielzeitbegrenzung ab. Das Limit bestimmt, wie viel Geld in einem bestimmten Zeitraum auf das Spielkonto eingezahlt werden kann. Die Spielzeitbegrenzung bestimmt, wie lange das Spiel maximal dauern darf.
Spieler unter 26 Jahren unterliegen bei win2day strengeren Wochenlimits als ältere Spieler. Der genaue Betrag des Wochenlimits für unter 26-Jährige und das Standardlimit für ältere Spieler ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig beziffert. Die Information, dass die Limits altersabhängig differenziert werden, ist hingegen belegt.
Diese Limits setzen den Rahmen, in dem sich der Spieler bewegt. Innerhalb des Limits hängt der tatsächliche Verlust von der Spielweise ab. Bei Craps mit der Pass-Wette und Odds-Wetten liegt der effektive Hausvorteil unter einem Prozent. Wer ausschließlich diese Wetten spielt, verliert im statistischen Mittel weniger als einen Euro pro hundert Euro Einsatz. Wer höhere Quoten sucht und Any-Seven-Wetten spielt, verliert im Mittel 16,67 Euro pro hundert Euro Einsatz.
Die Rechnung für den Spieler lautet daher: Bei niedrigem Hausvorteil und diszipliniertem Wettverhalten ist der erwartete Verlust gering; bei riskanteren Wetten steigt er schnell. Das Einzahlungslimit schützt nicht vor dem Verlust, sondern begrenzt ihn nach oben.
Die zehn Plattformen im Überblick
Die folgende Tabelle vergleicht die Plattformen, die österreichische Spieler im Online-Craps-Bereich antreffen. Eine Plattform hält eine österreichische Konzession; die anderen sind auf dem österreichischen Markt präsent, aber nicht für Online-Casino-Spiele zugelassen.
| Plattform | Status in Österreich | Gerichtliche Entscheidung | Craps-Support |
|---|---|---|---|
| Win2day | Konzession nach § 12a GSpG | – | – |
| Mr Green | Keine Konzession | Verurteilung 2021, rechtskräftig 13.04.2022 | – |
| bet-at-home | Keine Konzession | OLG Linz zugunsten Spielers, OGH-Rückverweisungen | – |
| bwin | Keine Konzession | OGH-Urteil 25.06.2021, 73.000 € zurück | – |
| bet365 | Keine Konzession | – | – |
| Lottoland | Keine Konzession | – | – |
| LeoVegas | Keine Konzession | – | – |
| Tipico | Keine Konzession | – | – |
| Betway | Keine Konzession | – | – |
| Tipp3 | Sportwetten-Konzession der Länder, kein Online-Casino | – | – |
Win2day ist die einzige Plattform mit einer österreichischen Konzession für Online-Glücksspiele. Die übrigen Anbieter sind entweder ohne Konzession oder, im Fall von Tipp3, nur für Sportwetten lizenziert. Die gerichtlichen Entscheidungen betreffen nur diejenigen Anbieter, gegen die in Österreich Verfahren geführt wurden. Die fehlenden Einträge in der Spalte „Gerichtliche Entscheidung“ bedeuten nicht, dass kein Verfahren existiert, sondern dass in den verfügbaren Quellen kein rechtskräftiges Urteil dokumentiert ist.
win2day – die einzige konzessionierte Plattform
Win2day ist die einzige Plattform, an der österreichische Spieler legal Online-Glücksspiele spielen können. Betrieben wird sie von der Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H., einer Tochtergesellschaft der Casinos Austria AG und der Österreichischen Post. Die Konzession läuft bis 30. September 2027 und deckt „elektronische Lotterien“ nach § 12a GSpG ab.
Der Vorteil von win2day liegt in der rechtlichen Absicherung: Verträge mit dem Anbieter sind gültig, Gewinne sind steuerfrei (für private Spieler), und die Schutzinstrumente des österreichischen Spielerschutzes greifen. Spieler müssen sich identifizieren und ihren Wohnsitz in Österreich nachweisen; das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Anonymes Spielen ist auf win2day nicht möglich.
Die Zahlungsmethoden umfassen Kreditkarten, eps-Überweisung, E-Wallets und paysafecard. Kryptowährungen werden nicht akzeptiert. Die Währung ist Euro.
Welche Spiele win2day im Portfolio führt, lässt sich aus den verfügbaren Quellen nicht vollständig nachvollziehen. Craps ist ein Nischenspiel, das nicht in allen Online-Casinos verfügbar ist. Spieler, die Craps auf win2day spielen wollen, sollten das aktuelle Spielangebot direkt auf der Plattform prüfen.
Das Urteil: Wer in Österreich legal Craps online spielen will, hat keine Alternative zu win2day. Die Plattform ist die einzige mit gültiger Konzession.
Mr Green – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
Mr Green ist eine Marke der Mr Green Ltd, die ihren Sitz in Malta hat und über eine MGA-Lizenz verfügt. Für Österreich gilt: Mr Green hält keine Konzession nach dem GSpG, daher ist das Angebot von Online-Casino-Spielen an österreichische Spieler nicht autorisiert.
Die gerichtliche Auseinandersetzung ist dokumentiert: Ende 2021 wurde Mr Green verurteilt, einem in Österreich wohnhaften Spieler die verlorenen Einsätze zurückzuzahlen. Die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig, nachdem die Berufung von Mr Green erfolglos blieb. Das Verfahren bestätigt die Linie des OGH: Verträge mit nicht konzessionierten Anbietern sind nichtig, und Spieler können ihre Verluste zurückfordern.
Mr Green ist nicht auf win2day lizenziert und auch nicht über eine andere österreichische Konzession verfügbar. Das Angebot von Craps auf Mr Green ist in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert; selbst wenn das Spiel verfügbar wäre, bliebe das vertragliche Verhältnis aus österreichischer Sicht nichtig.
Das Urteil: Wer bei Mr Green spielt, spielt auf eigenes Risiko. Die Möglichkeit, Verluste zurückzufordern, steht dem Spieler offen – aber das gilt nur, solange er die Beweislast tragen kann.
bet-at-home – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
Bet-at-home wird von der bet-at-home Internet Ltd. mit Sitz in Malta betrieben. Auch hier gilt: Keine österreichische Konzession, daher ist das Angebot an österreichische Spieler nicht autorisiert.
Das Verfahren gegen bet-at-home zieht sich seit 2011 hin: Ein Spieler klagte auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verlusten. Das Oberlandesgericht Linz entschied zugunsten des Spielers; der OGH verwies die Sache mehrfach an die erste Instanz zurück. Der Ausgang ist noch nicht abschließend dokumentiert, aber die Tendenz ist klar: Auch bei bet-at-home können Spieler ihre Verluste zurückfordern, weil der Vertrag von Anfang an nichtig war.
Das Urteil: Das Verfahren gegen bet-at-home zeigt, wie konsequent die österreichische Rechtsprechung bei der Durchsetzung der Konzessionspflicht agiert. Spieler, die ihre Einsätze zurückfordern, haben aufgrund der Vertragswidrigkeit gute Erfolgsaussichten.
bwin – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
Bwin wird von ElectraWorks Limited mit Sitz in Gibraltar betrieben. Die Gibraltar-Lizenzen decken das Angebot ab, aber nicht für den österreichischen Markt.
Das Verfahren ist dokumentiert: Am 25. Juni 2021 entschied der OGH, dass Spielverträge mit unlizenzierten Online-Glücksspielanbietern nichtig sind. Eine Frau aus dem Burgenland erhielt daraufhin rund 73.000 Euro Spielverluste von ElectraWorks (hinter der Marke bwin) zurück.
Das Urteil: Der OGH hat in diesem Verfahren eine klare Linie gezogen. Bwin ist in Österreich nicht zugelassen, und Spieler können ihre Verluste zurückfordern.
bet365 – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
Bet365 wird von Hillside (Gibraltar) Ltd betrieben, mit Sitz Unit 1.1, First Floor, Waterport Place, 2 Europort Avenue, Gibraltar. Die Remote-Glücksspiellizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130 decken unter anderem bet365 Casino und bet365 Sports ab.
Für Österreich gilt: keine Konzession nach dem GSpG. Das Angebot von Online-Casino-Spielen an österreichische Spieler ist nicht autorisiert. Bisher sind keine österreichischen Gerichtsentscheidungen bekannt, die gegen bet365 ergangen sind; dies deutet jedoch nicht auf Legalität hin, sondern nur auf fehlende Dokumentation in den untersuchten Quellen.
Das Urteil: Bet365 ist auf dem österreichischen Markt präsent, aber nicht zugelassen. Das Spielen bei bet365 erfolgt auf eigenes Risiko.
Lottoland – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
Lottoland wird von EU Lotto Ltd betrieben, mit Sitz Office Suite A, Ocean Village Promenade, Gibraltar. Die Lizenzen Betting RGL Nr. 066 und Gaming RGL Nr. 085 decken auch die Marken Lottohelden und Sorte Online ab.
Für Österreich gilt: keine Konzession nach dem GSpG. Lottoland bietet Lotterien und teilweise Casino-Spiele an; ob Craps im Portfolio ist, lässt sich aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig klären. In jedem Fall ist das Angebot an österreichische Spieler nicht autorisiert.
Das Urteil: Lottoland ist in Österreich präsent, agiert aber ohne entsprechende Lizenz. Dies macht die Spielverträge rechtlich angreifbar und ermöglicht Spielern die Rückforderung ihrer Verluste.
LeoVegas – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
LeoVegas Gaming PLC hat seinen Sitz auf Level 7, Plaza Commercial Center, Bisazza Street, Sliema, Malta. Die britische Gambling Commission listet LeoVegas unter der Kontonummer 39198 mit aktiven Fernglücksspiel-Lizenzen für Bingo, Casino und General Betting Standard.
Da für LeoVegas keine österreichische Konzession vorliegt, sind die angebotenen Online-Casino-Spiele hier nicht genehmigt. Es liegen derzeit keine öffentlichen Dokumente über Gerichtsverfahren gegen diesen Anbieter in Österreich vor.
Das Urteil: LeoVegas besitzt keine österreichische Zulassung für Online-Glücksspiele. Daher können Spieler verlorene Beträge gerichtlich einfordern, da keine Rechtsgrundlage für den Spielvertrag besteht.
Tipico – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
Tipico Group Ltd. ist eine Gesellschaft maltesischen Rechts mit Sitz Tipico Tower, Vjal Portomaso, St. Julian’s, Malta, eingetragen unter der Nummer C75334.
Wie bei anderen Anbietern ohne GSpG-Lizenz ist das Online-Casino-Angebot von Tipico für österreichische Spieler nicht autorisiert. Das Unternehmen fokussiert sich primär auf Sportwetten, wobei die Verfügbarkeit von Craps-Tischen nicht verifiziert werden konnte.
Das Urteil: Tipico ist in Österreich nicht zugelassen. Das gilt sowohl für Casino-Spiele als auch für die Sportwetten, die über die Konzession der Länder laufen würden – Tipico hat keine solche Konzession.
Betway – auf dem Markt, aber nicht zugelassen
Betway Limited hat seinen Sitz 9 Empire Stadium Street, Gzira, Malta. Die britische Gambling Commission listet Betway unter der Kontonummer 39372 mit aktiven Fernglücksspiel-Lizenzen für Casino und General Betting Standard.
Betway verfügt über keine Lizenz für den österreichischen Online-Markt, weshalb das hiesige Angebot nicht den regulatorischen Anforderungen entspricht. Auch hier sind keine spezifischen österreichischen Urteile zu finden.
Das Urteil: Betway bietet seine Dienste ohne Konzession an, was die vertragliche Basis für österreichische Nutzer infrage stellt. Nutzer haben rechtliche Optionen, ihre Spielverluste geltend zu machen.
Tipp3 – Sportwetten-Konzession, kein Online-Casino
Tipp3 wird von der Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betrieben, mit Sitz Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen im Firmenbuch beim Handelsgericht Wien unter FN 196645i.
Tipp3 ist eine Marke der Österreichische Lotterien-Gruppe und hält eine Konzession für Sportwetten nach dem niederösterreichischen Wettgesetz. Die Konzession für Online-Casino-Spiele liegt ausschließlich bei win2day. Tipp3 bietet kein Online-Casino und kein Craps an.
Das Urteil: Tipp3 ist für österreichische Spieler die richtige Adresse für Sportwetten – nicht für Craps. Wer Craps spielen will, ist auf win2day angewiesen.
Häufig gestellte Fragen
Ist „beste Craps Online Casinos Österreich“ in Österreich legal?
Das Spielen von Craps in einem Online-Casino ist in Österreich nur auf win2day legal. Alle anderen Anbieter – Malta-lizenziert oder Offshore – haben keine Konzession für Online-Glücksspiele in Österreich. Verträge mit solchen Anbietern sind nach der Rechtsprechung des OGH nichtig, und Spieler können ihre Verluste zurückfordern.
Welcher Anbieter hat in Österreich eine Konzession für Online-Glücksspiel?
Nur die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. über win2day. Die Konzession nach § 12a GSpG für „elektronische Lotterien“ läuft bis 30. September 2027. Casinos Austria AG hält die Konzession für landbasierte Spielbanken, nicht für Online-Angebote. Andere Anbieter wie Mr Green, bwin oder bet365 verfügen über Lizenzen in Malta oder Gibraltar, aber nicht in Österreich.
Kann man Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordern?
Ja, nach der Rechtsprechung des OGH sind Verträge mit nicht konzessionierten Anbietern nichtig. Der bekannteste Fall: Am 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p) erhielt ein Kläger rund eine Million Euro von einem ausländischen Online-Casino zurück. Im Verfahren gegen Mr Green wurde die Verurteilung am 13. April 2022 rechtskräftig. Der Spieler trägt jedoch die Beweislast und muss den Verlust dokumentieren können.
Welche Limits gelten bei win2day?
Win2day verlangt die Festlegung eines Einzahlungslimits und einer täglichen Spielzeitbegrenzung vor Spielbeginn. Spieler unter 26 Jahren unterliegen strengeren Wochenlimits als ältere Spieler. Eine österreichweite Selbstsperre-Datenbank existiert im geltenden Recht nicht – sie ist erst im Gesetzesentwurf zur GSpG-Novelle vorgesehen. Die genauen Höhen der Limits sollten direkt auf win2day geprüft werden.
Muss man Casino-Gewinne in Österreich versteuern?
Gewinne aus Glücksspielen sind für private Spieler in Österreich grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig. Wer als professioneller Spieler einzustufen ist, kann mit Einkünften aus Gewerbebetrieb besteuert werden. Die Glücksspielabgabe der Anbieter ist keine Spielersteuer. Für die persönliche steuerliche Einordnung gilt die Empfehlung, einen Steuerberater zu konsultieren.
Was ändert die geplante Reform des Glücksspielgesetzes?
Der Gesetzesentwurf wurde am 4. August 2026 der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt. Danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist. Der Entwurf sieht eine unabhängige Aufsichtsbehörde und offene Fünf-Jahres-Lizenzen für Online-Glücksspiele ab dem 1. Oktober 2027 vor. Bis zu einer parlamentarischen Beschlussfassung und dem Inkrafttreten gilt das aktuelle Monopol der Österreichischen Lotterien.
Verfasst vom Team von „Casino Neukunden Hub”.